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Was ist Burnout?

Über das Burnout Syndrom und die genaue Definition von Burnout wurde und wird viel gesprochen, geschrieben und erklärt. Letztendlich gibt es das Burnout Syndrom nicht als festgelegte Definition. Das ICD (Verzeichnis von Krankheiten nach WHO) listet Burnout als Überforderungssyndrom. Dort heißt es: „Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen, Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung.“ Also was genau ist Burnout, welche Symptome machen sich bei einem Burnout bemerkbar? 

Burnout Symptome 

Wie äussert sich Burnout? Burnout äussert sich meistens in körperlichen, mentalen und emotionalen Bereichen des Lebens. Hier einige Beispiele, wie du Burnout erkennen kannst:  

Körperliche Erschöpfungsmerkmale 

 mangelnde Energie 

permanente Müdigkeit, 

verspannte Muskulatur, 

Kopf- und Rückenschmerzen, 

Magen-/Darmbeschwerden, 

Schlafstörungen

 

Emotionale Erschöpfungsmerkmale 

 Niedergeschlagenheit, 

Hilflosigkeit, 

Hoffnungslosigkeit, 

Leere und Verzweiflung, 

Entmutigung und Resignation 

Mentale Erschöpfung 

 negative Einstellung zu sich selbst, zur Arbeit und zum Leben, 

Verlust der Selbstachtung, 

Gefühl der Unzulänglichkeit, 

Gefühl der Minderwertigkeit 

Erste Anzeichen für Burnout können Schlafstörungen und häufiges Grübeln sein. Ausserdem die Unfähigkeit sich zu konzentrieren und das Gefühl ständiger Überforderung. Eine leichte Reizbarkeit tritt ebenfalls häufig auf.  

Burnout oder Depression 

Burnout und Depressionen werden oft für die gleiche Krankheit gehalten, was allerdings nicht ganz richtig ist. Burnout wird häufig von Depressionen begleitet.  Betroffene, aber auch Therapeuten und Ärzte schreiben dem Gemütszustand der Patienten nicht immer die Diagnose Burnout zu.  

Das Burnout-Syndrom ist eher kontext-bezogen ist, da die Ursache von Burnout ist häufig berufsbedingt ist. Depressionen hingegen sind eher kontext-frei und allumfassend. Sie betrifft somit alle Bereiche des alltäglichen Lebens. Zusätzlich werden Depressionen als Dauerzustand beschrieben, während Betroffene des Burnout Syndroms auch unbeschwerte Phasen durchleben können. 

Burnout Betroffene fühlen sich häufig abgeschlagen, matt und müde, sind gleichzeitig aber innerlich angespannt, nervös und unruhig-  manchmal sogar reizbar und gelegentlich auch aggressiv. Bei Depressionen hingegen tritt dieses Symptom in der Regel nicht auf. 

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zwischen Depressionen und Burnout besteht darin, dass sich Betroffene in bestimmten Phasen des Burnout normalerweise wie in einem Kampf befinden. Sie kämpfen entweder gegen Windmühlen, am falschen Ort, mit den falschen Mitteln, oder gegen sich selbst. Bevor sich die Betroffenen am Ende geschlagen geben, haben sie diese Kämpfe bereits hinter sich gebracht. Der Kampf gegen die zu hohen Anforderungen an sich selbst, wird dabei in der frühen Phase des Burnout nicht als Kampf wahrgenommen. Der Betroffene erkennt meist viel zu spät, dass der Kampf gegen sich selbst nicht zu gewinnen ist und er sich dadurch völlig selbst auslaugt.  Dieses Phänomen tritt bei Depressionen in aller Regel nicht auf. Vielmehr beginnt das Krankheitsbild bereits mit Antriebs- und Lustlosigkeit und steigert sich zunehmend im Verlauf. 

Im fortgeschrittenen Stadium ist es kaum möglich Burnout und Depressionen punktgenau auseinander zu halten. Das liegt im Allgemeinen daran, dass Probleme, die zuerst in einem einzelnen Lebensbereich auftreten, im Laufe der Burnout Erkrankung auf andere übergreifen. 

Konnte der Betroffene in einem frühen Stadium des Burnout zumindest zeitweilig Abstand von der Lage gewinnen und Entspannung finden, so wird das mit Verlauf der Krankheit immer schwieriger.   

Burnout Phasen 

In der Burnout-Forschung kursieren verschiedene Phasenmodelle, die den Verlauf, den die Entwicklung eines Burnout-Syndroms nimmt, in einzelne Phasen oder Stadien theoretisch unterteilen. Die Anzahl der Phasen reicht dabei von drei (z.B. in der Konzeption von Lauderdale 1982) bis hin zu zwölf Phasen (in der Konzeption von Freudenberger und North 1992), wobei die Reihenfolge der Phasen mal mehr, mal weniger verbindlich ist. 

Allen diesen theoretischen Modellen haben jedoch gemeinsam, dass sie bislang empirisch noch nicht eindeutig nachvollzogen werden konnten. Sie stellen also lediglich mehr oder minder plausible Vermutungen über typische Entwicklungsverläufe des Burnout-Syndroms dar. Da bislang keines der Phasenmodelle wissenschaftlich-empirisch eindeutig bestätigt werden konnte, führe ich an dieser Stelle nur ein Beispiel anhand von Freudenberger ( deutsch-amerikanischer klinischer Psychologe und Psychoanalytiker) auf: 

 

  1. Der Zwang, sich zu beweisen
  2. Verstärkter Einsatz 
  3. Vernachlässigung eigener Bedürfnisse 
  4. Verdrängung von Konflikten 
  5. Umdeutung von Werten 
  6. Leugnung der Probleme 
  7. Rückzug 
  8. Beobachtbare Verhaltensveränderungen 
  9. Depersonalisation (kein einheitliches Ich- Gefühl mehr) 
  10. Innere Leere 
  11. Depression 
  12. völlige Erschöpfung

 

Burnout Behandlung 

Die beste Form der Therapie ist und bleibt die Prävention. Je früher eine Gefährdung für das Burnout-Syndrom erkannt wird, desto besser und schneller sind auch die Heilungsmöglichkeiten. Den eigenen Erschöpfungszustand als Warnsignal zu erkennen und zu akzeptieren, ist ein wichtiger Schritt in der Heilung der Erkrankung. Meist dauert es lange, bis die Betroffenen verstehen, dass ihre Symptome Teil einer psychischen Erkrankung sind, und kein Ausdruck der eigenen Unzulänglichkeit. Ist dies einmal bewältigt, gibt es sehr viele Hilfsangebote, die ein Betroffener in Anspruch nehmen kann, wie beispielsweise durch Vereine, Selbsthilfegruppen, Heilpraxis klassische oder ganzheitliche Psychotherapie. 

Burnout was tun? 

Hat der Arzt ein Burnout diagnostiziert, ist in den meisten Fällen ist eine Psychotherapie sehr sinnvoll. Sie hilft, die Ursachen der Erkrankung zu erkennen und die Zusammenhänge zwischen der Lebensführung und der psychischen Gesundheit zu verstehen. Der Betroffene erfährt außerdem, welchen Einfluss schwierige äußere Umstände wie der Stress auf der Arbeit auf sein Befinden haben. Er lernt, die Krankheitssymptome als solche zu verstehen und lernt sich selbst besser kennen. Wie lange der Heilungsweg dauert, ist individuell verschieden. 

Grundsätzlich gibt es mehrere Therapieprogramme mit unterschiedlichen Therapiemaßnahmen, die je nach Stadium der Erkrankung und den individuellen Wünschen und Bedürfnissen der Patienten infrage kommen. Auch die Intensität der Therapie kann sich unterscheiden. Ob man eine reguläre ambulante Therapie in Anspruch nimmt, eine Tagesklinik besucht, oder sich für einen stationären Aufenthalt im Rahmen einer Kur oder einer psychiatrischen Behandlung entscheidet, bleibt jedem Betroffen selbst überlassen.  

Burnout Therapie 

An dieser Stelle möchte ich zwei von vielen möglichen Therapieformen bei Burnout vorstellen:  

Verhaltenstherapie 

Wie der Name schon sagt, setzt die Verhaltenstherapie direkt am Verhalten des Betroffenen an. Gemeinsam mit dem Therapeuten werden Verhaltensmuster innerhalb der Lebenssituation genau analysiert, und es werden mit Lösungsmöglichkeiten erarbeitet. Ziel hierbei ist, dass der Betroffene lernt, die verschiedenen Lebensbereiche für ihn selbst zufriedenstellend aufzuteilen. Mehr Freizeit in seinen Alltag zu integrieren, mehr Zeit mit Familie und Freunden und vor allem mehr Zeit für sich selbst aufzubringen und Verhaltensänderungen vorzunehmen. Des weiteren werden konkrete Maßnahmen zur Stressbewältigung besprochen und angewendet. Im Laufe der Therapie übt der Betroffene, die neuen Verhaltensweisen (Zeit für sich nehmen, Verantwortung abgeben usw.) in seinen Alltag zu integrieren. Kommt es zu Misserfolgen, was zu Beginn der Normalfall ist, werden diese wieder genau analysiert und es wird nach Lösungen gesucht. Es ist also ein lösungsorientiertes Therapieverfahren.  

 

Spirituelle Therapiemethoden gemischt mit Verhaltenstherapie 

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es hinter jeder Erkrankung eine Lernaufgabe gibt. Es nützt also nichts, nur die Symptome zu bekämpfen, wenn die dahinter stehende Lernaufgabe nicht angesehen und verstanden werden will. Um diese zu verstehen, hilft es oft die zahlreichen Symptome aus einer ganzheitlichen Sicht anzusehen und zu verstehen. Hierzu sind energetische Methoden wunderbar geeignet. Körper, Geist und Seele stehen in einem engen Zusammenhang und können nicht einzeln betrachtet werden. In meinen Coachings, lernnst du genau deine Themen kennen, die aktuell mit den  Symptomen in direktem Zusammenhang stehen. Es geht dabei darum, das Bewusstsein zu schärfen für die Lernaufgaben die das Burnout mitbringt. Werden diese angenommen und verstanden, können sie verändert werden. Dazu nutze ich spezielle ganzheitliche Methoden, sowie klassische Elemente der Verhaltenstherapie. Wenn du dein Ruhebedürfnis und das Bedürfnis genau zu verstehen worum es bei dir geht ist das Ruhe Retreat genau das richtige für dich. Hier findest du mehr: Retreat klicke hier